„Den ganzen nächsten Tag war ich noch in Gedanken bei „Faschingsdienstag 1945″…“

Premierenbesucher

 „Ein klares Statement gegen Rechts – ohne erhobenen Zeigefinger!“

Premierenbesucherin

Faschingsdienstag 1945

Ein interaktives Theaterstück für Jugendliche, Senior*innen und alle anderen

Lernen wir Menschen wirklich nie aus unseren Fehlern? Reichen 75 Jahre tatsächlich aus, um die Lehren aus dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte in Vergessenheit geraten zu lassen?

Steht es mir zu, über die Generation, die den größten Genozid der Menschheit zu verantworten hat, zu richten? Hätte ich die Zivilcourage gehabt, mich gegen dieses System zu stellen? Wo positioniere ich mich heute? Und wo stehen wir als Gesellschaft?

All diese Fragen drängen sich auf bei Faschingsdienstag 1945. Das Stück lässt Geschichte lebendig werden: Im Jahr 1956 schreiben drei junge Frauen im niedersächsischen Bad Harzburg ihr Abitur. Sie schreiben sehr persönliche Texte über ihre Kindheit im Krieg, Nächte in Luftschutzkellern und das Erleben von Flucht und Vertreibung.

Im Jahr 2017 fallen Caroline Tajib-Schmeer diese Texte in die Hände – denn sie stammen von ihrer Mutter und deren Klassenkameradinnen. Diese Zeugnisse der Schrecken der Jahre 33 bis 45 beeindrucken die Regisseurin tief. So tief, dass sie beschließt, daraus ein Theaterstück zu machen.

Tajib-Schmeer lässt ihre 82-jährige Mutter im Stück zu Wort kommen, ebenso wie Jugendliche von heute, die mit der Zeitzeugin über ihre Erlebnisse im Dritten Reich sprechen. Die mitwirkenden jungen Menschen haben fast alle Migrationshintergrund. Teile ihrer Familien leben noch heute in Kriegsgebieten. Im Film erzählen die Jugendlichen von ihren aktuellen Sorgen und Ängsten. Damit startet das Stück. Und damit schlägt Faschingsdienstag 1945 gleich zu Beginn den Brückenschlag zum Heute.

Die Regisseurin lädt die Senior*innen im Publikum zum Erinnern ein – und die Jugend zum Fragen und Reflektieren. Allen drei Aspekten – den Erinnerungen, den Fragen und den Gedanken – gibt sie bereits während der Performance Raum. Das Publikum wird aufgefordert, sich aktiv, nämlich schreibend, am Theaterstück zu beteiligen.

Lebendig werden die Kriegs- und Nachkriegsjahre Deutschlands auch durch die Mischung von Theater, Gesang, Tanz und Film. Die drei Mädchen auf der Bühne nehmen das Publikum mit in ihre Gefühlswelt, von tieftraurig bis heiter-ausgelassen und kreieren so ein vielschichtiges Bild dieser Zeit.


VORSTELLUNG

Dauer: ca. 75 min
Schauspiel/Gesang/Tanz/Musik: Lena Scholle, Sophie Wendt, Angie Plötz
Regie: Caroline Tajib-Schmeer
Ausstattung: Claudia Karpfinger
Produktion: SprachBewegung e.V.

Herzlichen Dank für das Mitwirken bei Text und Film an:
Britta Tajib und ihre Klassenkameradinnen, Abdulwahed Matrak, Wiktoria Dikta, Berkay Yesildag, Gina Laduner, Ola Ismail, Philipp Frödrich, Sarina Haschimi (Schülerinnen und Schüler der Balthasar-Neumann-Realschule)

Faschingsdienstag 1945 wird vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München gefördert.


SCHREIBWERKSTATT

Dauer: 90 min
Leitung: Caroline Tajib-Schmeer (Kulturpädagogin und Regie),
Lena Scholle (Kulturpädagogin und Schauspiel)
Produktion: SprachBewegung e.V.


Informationen für Schulen, Einrichtungen für aktive Senior*innen, Veranstalter:

Die Performance kann auf unterschiedlichen Bühnen aufgeführt werden, da die Bühnenausstattung mobil und je nach Größe variabel ist.

Im Anschluss an die Vorstellung können Kreative Schreibwerkstätten dazugebucht werden. Dort vertiefen Kulturpädagoginnen das Gesehene im Kreativen Schreiben und laden zum Austausch ein.

Sowohl für die Aufführungen als auch für die Schreibwerkstätten streben wir ein Publikum aus „Jung und Alt“ an. Das Gespräch zwischen den Generationen ist uns ein besonderes Anliegen.

Fragen?

Wo und wann finden die nächsten Vorstellungen statt?
Wie viel kostet ein Ticket und wo kann ich es kaufen?
Wie buche ich eine Schreibwerkstatt?

Antworten!

Bei unserer Ansprechpartnerin Caroline Tajib-Schmeer:

Reaktionen des Premierenpublikums

„Aktueller denn je!“

„Tief berührt und bewegt bin ich nach Hause gefahren …“

„Die Verbindung von Fakten und Gefühlen ist Geschichtsunterricht, wie er immer sein sollte.“

„Das Stück beschreibt, ohne zu verurteilen.“

„Das Stück lebt von vielen Stimmungswechseln. Immer wieder kehrt es zurück in die jugendliche Leichtigkeit der drei Heimschülerinnen: eine Wohltat!“