Klare Worte! … aber respektvoll. Sprachbewegung e.V.

Euer Workshop für ein friedliches Miteinander!

Liebe junge Menschen, liebe Pädagoginnen und Pädagogen!
Wenn ihr etwas für eure Gemeinschaft und gegen Gewalt in der Sprache tun wollt, macht mit bei unserem Workshopprogramm »Klare Worte – aber respektvoll«

Was erwartet Euch?

Auf dieser Homepage findet ihr einen Workshop mit Videos, die wir, die Klasse 7g, für euch erstellt haben, damit ihr das Projekt »Klare Worte – aber respektvoll«  selbst umsetzen könnt. Wir wünschen euch viel Spaß dabei!

Für wen ist das?

Das Projekt richtet sich an alle Gruppen von Kindern und Jugendlichen, die ihren Umgang miteinander verändern wollen und an Pädagog*innen, die sie dabei unterstützen.

DIDAKTISCHES KONZEPT
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Wie kam es dazu?

Gewalt in der Sprache nimmt zu und wir wollten etwas dagegen tun. Initiiert von der Münchner Lichterkette e.V. hat der Verein SprachBewegung das Projekt »Klare Worte – aber respektvoll« konzipiert und in der 7g der Mittelschule an der Wiesentfelser Str. durchgeführt. Unsere Erfahrungen wollen wir hier mit euch teilen.

Wie funktioniert das jetzt?

Problem verstehen

Was ist Gewalt? Kann Sprache verletzen? Wie entsteht Gewalt in der Sprache?

Etwas verändern

Wir ändern unseren Umgang miteinander und entscheiden demokratisch, welche Regeln für uns gelten sollen. Wir finden Alternativen für Gewalt und entdecken neue Handlungsmöglichkeiten.

Gemeinsamkeiten entdecken

Wir lernen uns und unsere Gefühle besser kennen und konzentrieren uns auf das, was schon gut läuft und unsere Gemeinsamkeiten.

Zu jeder Phase gibt es verschiedene Methoden und Übungen, die in Videobeitragen von unseren Schülerinnen und Schülern erklärt werden. Schaut rein! Herzlich willkommen!

Problem verstehen

Schüler zu Projektbeginn:
“Das Projekt ist ja ganz gut, aber ich glaube nicht, dass es etwas bringt.
Wir sind schon so daran gewöhnt uns zu beleidigen.”

In der ersten Phase haben wir unsere Sprache und die Sprache untersucht, der wir täglich begegnen – in der Schule, in den Medien, in der Familie und unter Freunden. Wir haben uns Gedanken darüber gemacht, was Gewalt ist, was Gewalt in der Sprache bedeutet und wie wir nicht mehr sprechen wollen.
In unseren Videos erfahrt ihr, wie wir das genau gemacht haben. Viel Spaß!

METHODE 1

Rote Linie

Was ist eigentlich Gewalt? Ist das jetzt noch Spaß oder schon Gewalt? Kann Sprache verletzen? Wie entsteht Gewalt in der Sprache? Findet es heraus!

METHODE 2

Kreatives Schreiben

Welche Erfahrungen hast du bisher mit Gewalt (Gewalt in der Sprache oder Mobbing) gemacht?

METHODE 3

Den Hate auf den Kopf stellen

Schaut euch die Sprache eurer Vorbilder (Rapper*innen, Influencer*innen) genauer an. Welche Sprache benutzen sie? Was ist eure Meinung dazu? Diskutiert darüber. Dann findet einen kreativen Umgang mit Hate im Netz oder in den Raptexten: Reagiert auf den Hass mit Humor und ersetzt jedes Wort durch sein Gegenteil oder übertrieben höfliche Begriffe und nehmt damit der Gewalt in der Sprache die Kraft.

Wir verändern etwas!

Schüler zu Projektbeginn:
»Hate ist normal, Hate bekommt jeder.«

Gegen Gewalt in der Sprache könnt ihr etwas tun! Bei uns hat es auch funktioniert!
In Phase 2 erfahrt ihr, wie ihr Konflikte anders löst und wie ihr euch auf gemeinsame Regeln einigen könnt.

METHODE 1

Rollenspiel

Es gibt Streit und du musst dich entscheiden, wie du mit der Situation umgehst. Wir haben in Rollenspielen verschiedene Möglichkeiten ausprobiert und dabei etwas herausgefunden.

Was denkt ihr? Diskutiert und spielt typische Streitsituationen im Rollenspiel nach. Welche Lösungen findet ihr? Vielleicht kann man nicht jeden Konflikt lösen, aber sicher ist: Wenn man mit Gewalt reagiert, macht man jeden Konflikt schlimmer!

METHODE 2

Schwarze Liste

Alle Schülerinnen und Schüler der Klasse schreiben eine Liste mit allen Wörtern, die sie verletzen und die sie nicht mehr hören möchte. Aus allen Listen schreibt ihr dann eine gemeinsame Klassenliste, auf die alle Wörter übernommen werden. Diese Liste hängt ihr dann im Klassenzimmer gut sichtbar auf und achtet darauf, dass diese Worte nicht mehr verwendet werden.

METHODE 3

Klassenrat

Im Klassenrat (oder Gruppenrat) könnt ihr demokratisch darüber entscheiden, welche Regeln ihr für euren Umgang miteinander haben wollt. Hier erfahrt ihr, wie ihr das machen könnt:

METHODE 4

Tagebuch schreiben

Gefühle wie Wut oder Trauer sind da und gehören zu uns. Die Frage ist nur, wie wir mit ihnen umgehen. Eine Möglichkeit ist, Tagebuch zu schreiben. Dann haben die Gefühle einen Platz und belasten uns weniger.

Gemeinschaft: Wir machen was draus!

Willkommen in Phase 3!
Nun entdeckt eure Gemeinsamkeiten!
Es gibt so viel, was uns verbindet. Wir haben alle Gefühle, wollen Freundschaft und wünschen uns, dass man uns mit Respekt behandelt.

METHODE 1

Briefe an die Gefühle

Du hast Gefühle – wir alle haben Gefühle. Schreibe einen Brief an ein Gefühl deiner Wahl.

METHODE 2

Warmer Regen – Kalter Regen

Es tut gut, wenn dir jemand sagt, was an dir toll ist. Das ist wie ein schöner warmer Sommerregen. Schreibt euch, was ihr aneinander mögt und schenkt euch gegenseitig einen Regen aus Komplimenten.

Aber es ist auch wichtig zu erfahren, welches Verhalten für andere störend ist, damit wir die Chance bekommen, uns zu verändern. Gebt anderen eine Rückmeldung, was sie deiner Meinung nach anders machen sollten.

METHODE 3

Wer von euch …?

Experiment: Jetzt braucht ihr ein bisschen Platz. Stellt euch an die Seiten des Raumes und bittet eure Gruppenleitung, dass sie euch diese Fragen vorliest.  Wenn du einer Frage zustimmst, stelle dich in die Mitte. Dort wirst du vielleicht überrascht sein, mit wem du eine Gemeinsamkeit teilst. Dann gehst du wieder an die Seite und die nächste Frage wird gestellt.

Wenn ihr das gemacht habt, könnt ihr sehen, wie wir unsere Gemeinsamkeiten entdeckt haben.

 

 

Nun habt ihr viel von dem erlebt,
was wir auch erfahren haben.

Wie ist es euch ergangen? Was habt ihr anders gemacht oder ergänzt? Wir freuen uns, wenn ihr eure Erfahrung mit uns teilt! Wir sind gespannt!
Zum Abschluss möchten wir euch noch sagen, was das Projekt bei uns bewirkt hat.

Danke!
Toll, dass ihr mitgemacht habt!

Das Projekt wurde finanziert: vom Förderverein der Mittelschule an der Wiesentfelser Straße, vom Bildungslokal Aubing (Referat für Bildung und Sport, Landeshauptstadt München) und der Lichterkette e.V., München

Wir bedanken uns für die Unterstützung!